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Sportwetten Lizenzvergabe: DFB und Oddset kritisieren deutsche Politik

Online Sportwetten sind weiterhin in Deutschland ein brisantes Thema. Seit mehr als einem Jahr versucht die Regierung Lizenzen im Sportwetten Bereich zu vergeben. In diesem Jahr hat sich jedoch äußerst wenig getan. Insgesamt haben sich 147 Buchmacher für eine Lizenz beworben. Schon traurig, wenn man bedenkt dass Deutschland laut dem Glücksspielstaatsvertrag lediglich 20 Wettlizenzen für den deutschen Raum anbietet. Noch trauriger ist hingegen, dass kein einziger Bewerber eine Lizenz erhalten hat. Ein kleiner Lichtblick ist dennoch in Sicht. Bis zu 14. März dürfen 41 Sportwetten Anbieter eine nachgebesserte Version ihrer Bewerbung einreichen. Vielleicht ist damit zu rechnen, dass es dann in diesem Jahr zu der ersten Vergabe von Lizenzen kommen könnte. Dennoch gibt es eine Vielzahl von Gegnern des Glücksspielstaatsvertrags. Diese sind eher für eine regulierte Öffnung des Marktes auf der Basis des Modells, das einst in Schleswig-Holstein zum Tragen gekommen ist.

 

Allgemein macht sich momentan die Unzufriedenheit mit der rechtlichen Situation in Deutschland breit. Selbst DFB-Präsident Wolfgang Niersbach hat sich zu Wort gemeldet: „Diese absurde Hängepartie ist sehr ärgerlich und nicht nachvollziehbar. Wenn endlich entsprechende Wett-Lizenzen vergeben werden würden, könnten wir sofort einen Marketing-Vertrag mit Oddset abschließen, der dem gesamten Amateurfußball in Deutschland zugutekommen würde.“ Durch die langsam voranschreitende Liberalisierung des deutschen Sportwetten Marktes geht dem DFB viel Geld durch die Lappen. Summen zwischen 1,5 und 2,0 Millionen Euro stehen im Raum. Die Verluste sind auf die fehlende Lizenz vom Oddset zurückzuführen. Ohne diese kann der DFB keinen Sponsorenvertag mit Oddset eingehen. Auch bei Oddset sind die Pläne momentan ohne gültige Lizenz auf Eis gelegt. Beide Seiten müssen sich somit weiterhin in Geduld üben.