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Unibet sichert sich Glücksspiel Lizenz in Schleswig Holstein

In den letzten Jahren suchte man im deutschen Raum vergeblich nach einer einheitlichen Regelung des online Glücksspielmarktes. Grundlegend wurde bereits im Januar 2008 ein Glücksspielmonopol über Deutschland verhängt. Dieses Monopol führte zu einem bundesweiten Verbot von online Poker und online Casino. Weiterhin war es auf diesen Weg Privatunternehmen untersagt, online Sportwetten in Deutschland weiterhin zu vertreiben. Da das Monopol im September 2010 vom Europäischen Gerichtshof, aufgrund einer mangelnden Eindämmung von Spielsucht, als unzulässig erklärt wurde, setzten 15 Bundesländer einen neuen Glücksspielstaatsvertrag auf.

 

Schleswig Holstein ging als einziges Bundesland seinen eigenen Weg und hob das Verbot von online Poker und online Casino auf. Weiterhin sollte es privaten Buchmachern erlaubt sein, nach Erhalt einer Sportwetten Lizenz, Sportwetten online zu vertreiben. Da dieser Schritt von der EU-Kommission als vertretbar beurteilt wurde, war dies ein großer Schritt in Richtung Liberalisierung des online Glücksspielmarktes. Bereits im Mai 2012 wurden die ersten Lizenzen von SH an online Buchmacher verteilt. Insgesamt wurde an 26 Unternehmen eine Lizenz für Sportwetten oder online Casinospiele vergeben. Mit dem Wechsel der Regierung in SH wurde jedoch beschlossen dieses Gesetz wieder aufzuheben und ein Teil des Staatsvertrages der anderen Bundesländer zu werden. Bis diese Eingliederung vollzogen ist, gilt in Schleswig Holstein weiterhin der Glücksspielstaatsvertrag der CDU/FDP Regierung. Auf der Basis von diesem Vertrag wurden nun drei weitere Lizenzen an Unibet, Cash-Line Sportwetten GmbH und Trading Technologies Ltd (Merkur Win) vergeben.

 

Inwiefern eine Eingliederung von SH überhaupt vollzogen werden kann, wird sich in Zukunft noch zeigen. Der Glücksspielstaatsvertrag der anderen Bundesländer sieht ein deutschlandweites Verbot von online Casino und online Poker vor. Weiterhin sollen nur 20 Lizenzen vergeben werden. SH hat aber bereits wesentlich mehr als 20 Lizenzen an Anbieter für online Glückspiel vergeben. Die Rechtgrundlage für online Glücksspiel wird somit weiterhin undurchsichtig in Deutschland bleiben.