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Schleswig-Holstein öffnet Sportwetten-Markt mit neuem Glücksspielgesetz

Vergangene Woche startete das Bundesland Schleswig-Holstein einen Solo-Lauf bezüglich des deutschen Glücksspielgesetzes. Im Alleingang beschließt der Kieler Landtag am letzten Mittwoch mit der Ein-Stimmen-Mehrheit von CDU und FDP das umstrittene Glücksspielgesetz.

Im kommenden Jahr soll es privaten Anbietern möglich sein, Sportwetten Lizenzen zu beantragen. Das ist natürlich ein riesiger Schritt in die richtige Richtung zur kontrollierten Öffnung des Sportwetten Marktes. Darüber hinaus wird nicht nur der milliardenschwere und gigantische Sportwetten Markt geöffnet, sondern auch der Lotto-Vertrieb für privaten Anbieter. Allerdings hält man am staatlichen Lotto-Monopol weiterhin fest. Nur der Vertrieb wird für private Unternehmen geöffnet. Ferner sollen auch Online Spiele, wie Online Poker oder Online Casino Spiele, möglich sein. Mit diesem Entschluss geht das Bundesland Schleswig-Holstein momentan den Weg des einsamen Wolfes im Vergleich zu den übrigen Bundesländern, die lediglich 7 zeitlich befristete bundesweite Lizenzen vorsahen. Die Opposition kritisierte den Gesetzesentwurf und stimmt geschlossen gegen das schleswig-holsteinische Glücksspielgesetz.

Hintergrund der Öffnung des Glücksspielmarktes ist der auslaufende deutsche Glücksspielvertrag Ende des Jahres, den der europäische Gerichtshof im September 2010 für unzulässig erklärt hatte. Zudem erhofft sich das klamme Bundesland Schleswig-Holstein zusätzliche Steuereinnahmen aus dem privaten Sektor des Glücksspieles. Die CDU rechnet mit eventuellen Einnahmen von etwa 60 Millionen Euro pro Jahr durch Glücksspiel Abgaben.

Nun darf man gespannt sein, ob eventuell eine Lawine in Deutschland ins Rollen gebracht wird. Ziehen die übrigen Bundesländer nun nach und überdenken ihren ursprünglichen Gesetzesentwurf? Dieser dürfte wohl kaum noch tragfähig sein. Wir werden Sie selbstverständlich zu diesem Thema auf dem Laufenden halten.